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Einbau von Terrassen- und Pflasterplatten

Für die Verlegung von Plattenbelägen gelten im Prinzip die gleichen Einbauregeln und Anforderungen wie bei der Verlegung von Betonpflastersteinen (siehe Anleitung: Einbau – Pflastersteine, Punkt 1 bis 5). Es sind jedoch für die Verlegung der wesentlich größeren Einzelformate und Flächengewichte zusätzliche Aufwendungen und technische Ausstattungen notwendig.

1. Bettung

Entsprechend der aktuellen DIN 18318 muss das Bettungs- und Fugenmaterial gleich sein und eine ausreichende Filterstabilität aufweisen. Materialien mit einer anderen Kornstruktur, z. B. aus Tragschichten, haben ein unterschiedliches Verdichtungsverhalten und es kann zu Plattenbrüchen kommen.
TIPP: Ein häufiger Einbaufehler ist die Verwendung eines Bettungsmaterials aus Splitt der Körnung 2 bis 5 mm und eines Fugenmaterials aus Sand der Körnung 0 bis 2 mm. Durch Belastung und Niederschlagseinwirkung rieselt das Fugenmaterial in die Bettung. Die Fugen leeren sich, was zu einem Stabilitätsverlust führt. Daher ist diese Materialkombination unbedingt zu vermeiden. TIPP: Pflaster- und Terrassenplatten werden generell parallel zur Bettungsschicht verlegt. Mit einem Gummihammer können Sie kleine Unebenheiten ausgleichen. Verwenden Sie immer eine Holzauflage, um Punktbelastungen und daraus resultierenden Haarrissen vorzubeugen. Größere Unebenheiten müssen im Bettungsmaterial ausgeglichen werden. Hierzu entfernen Sie die Platte nochmals vollständig.

2. Verlegung mit technischen Hilfsmitteln

Einfache und präzise Verlegung mit Hilfe einer pneumatischen Versetzhilfe. Verlegen Sie immer aus mehreren Paketen gleichzeitig, um Farbschwankungen auszugleichen.

3. Fugenfüllung und Ausrichtung des Plattenbelages

Platten niemals knirsch, sondern mit einer Mindestfugenbreite von 4 mm, verlegen. Verwenden Sie handelsübliche Kunststoff – Fugenkreuze oder T-Stücke.
Füllen Sie die Fugen entsprechend des Baufortschrittes regelmäßig auf, damit erreichen Sie eine ausreichende Anfangsstabilität und verhindern Verschiebungen. Verwenden Sie ein Brechsand-/Splittgemisch analog des Bettungsmaterials.
Richten Sie den Plattenbelag mit Hilfe einer Richtschnur endgültig aus. Benutzen Sie das Richteisen mit äußerster Sorgfalt und Vorsicht, um Kantenabplatzungen zu vermeiden.

4. Endverdichtung - Dicke 5 bis 6 cm

Terrassenplatten werden ausschließlich mit einem Gummihammer nur leicht festgeklopft und auf die endgültige Höhe gebracht. Entfernen Sie ggf. einzelne Platten vollständig und versetzen Sie nochmals neu. Rüttelplatten sind für Terrassenplatten nicht geeignet, es kommt zu Plattenbrüchen und Rissbildung.

5. Abrütteln/Fugenschluss - Dicke 8 bis 10 cm

Der saubere, trockene und vollflächig verfugte Plattenbelag wird mit einem ausreichend dimensionierten Flächenrüttler mit Gummischürze bis zur endgültigen Standfestigkeit abgerüttelt. Für großformatige und mehrformatige Pflasterplatten und -systeme im Stabformat empfiehlt sich der Einsatz einer speziellen reversierbaren Rüttelplatte mit anvulkanisiertem Steinschutz (z. B. BOMAG Stoneguard).
Das Fugenmaterial setzt sich dadurch um bis zu 25 mm ab. Der Belag wird nochmals mit einem bindigen Sand (z. B. vdw VarioSand) vollflächig verfugt und mit Wasser schonend eingeschlämmt. Lehmige Sande können die Oberfläche verfärben! Testen Sie den Fugensand vorab an einem Reststück. Plattenbeläge nicht mit einem starken Wasserstrahl oder saugenden Kehrmaschinen reinigen – Fugenentleerung! Verfüllen Sie die Fugen ggf. fortlaufend vollflächig neu.

6. Hinweis

Großformatige Betonplatten und Balkenformate werden dem aktuellen Kundengeschmack und wegen ihres repräsentativen Charakters in Flächen für Fußgängerverkehr, Uferpromenaden, Vorplätzen in Einkaufs- und Flanierarealen eingesetzt. Auch im privaten Wohnumfeld erfreuen sich diese Formate steigender Beliebtheit. Die Betonindustrie hat entsprechend den Wünschen und Vorgaben der Flächengestalter, Architekten und privaten Bauherren Produkte mit diesen Abmaßen im Sortiment.
Die „Platte aus Beton von Heute“ hat mit der guten alten Gehwegplatte nichts mehr zu tun. Die allgemein gültigen Regelwerke sind jedoch nicht entsprechend angepasst, da noch keine ausreichenden Langzeiterfahrungen vorliegen.
Allgemein gilt: „Plattenbeläge sollten nur bei der Befestigung von Geh- und Radwegen, ausgenommen Überfahrten, sowie bei Plätzen ohne Kraftfahrzeugverkehr Anwendung finden.“ Für jeden verständlich „übersetzt“ sagt dieses Regelwerkzitat: „Platten gehören nicht in befahrbare Flächen“.
Bei der Auswahl großformatiger Beläge ist besonderes Augenmerk auf die spätere Nutzung zu legen. Größe, Format und Steindicke sind davon abhängig. Man unterscheidet einerseits nach der Häufigkeit des Befahrens und der Höhe der Radlast. Zuwegungen im privaten Bereich werden meist als „Flächen mit gelegentlichen Befahren“ eingeordnet. Auch der vorhandene Fuhrpark (schwere SUV) haben darauf maßgeblichen Einfluss.

Für eine fachgerechte und dauerhafte Flächenbefestigung mit Betonsteinpflaster ist ein umfangreiches Fachwissen, Erfahrung und eine technische Mindestausstattung notwendig.
Wir möchten aus diesen Gründen auf unsere regionalen Fachbetriebe verweisen. Für den Selbermacher sollten die Einbau-Hinweise eine kleine Grundlage bilden

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09430 Drebach OT Venusberg

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